Wenn Kinder mobben – Täter verstehen und nachhaltig helfen
- 30. Apr.
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 9. Mai
Mobbing aus einer anderen Perspektive betrachten
Wenn du hörst, was Mobber mit Kindern alles anstellen, was passiert dann bei dir?

Wirst du dann traurig und wütend? Vielen geht das so. Vor allem, wenn man selbst betroffen ist und das eigene Kind ebenfalls solchen Angriffen ausgesetzt ist.
Doch hast du schon mal darüber nachgedacht, wie es dem Täter geht? Ich meine nicht, wenn er in Aktion ist – ich meine grundsätzlich.
Wie geht es seiner Gefühlswelt?
Warum tut er das?
Ist das eine normale Aktion eines gesunden, glücklichen Kindes?
Natürlich nicht.
Warum Kinder mobben: Ein Blick hinter die Ursachen
Es lohnt sich, hinter die Kulissen eines solchen Kindes oder Jugendlichen zu schauen.
Denn eines ist klar:

Kein Kind kommt frustriert oder aggressiv zur Welt.
Bestimmte Umstände und unachtsame Menschen sind dafür verantwortlich.
Möglicherweise:
streiten sich seine Eltern
eine Trennung oder Scheidung steht im Raum
eine geliebte Person ist verstorben
ein Geschwisterkind braucht viel Aufmerksamkeit
das Kind findet keine Freunde
Da kann sich ganz viel Trauer, Frust oder gar Wut ansammeln.
Mobbing als Ventil für Emotionen
Wie soll ein Kind nun damit umgehen? Es braucht ein Ventil.
Anfangs kriegen es noch die Eltern und die Geschwister ab. Später auch andere Kinder. Und wenn wir ehrlich mit uns selbst sind, wissen wir, dass es uns manchmal genauso geht.
Wo lassen wir unseren Frust ab?
Zu Hause
Im Büro
Im Alltag bei fremden Menschen
Zumindest von Erwachsenen sollte man erwarten können, dass sie ihre Emotionen regulieren können. Doch irgendwie scheint es, als könnten das immer weniger Menschen.
Wie soll es dann ein Kind können?
Warum also ein Täterkind verurteilen?
Täterkinder und Eltern: Zwischen Scham, Schuld und Hilflosigkeit
Dieses Kind und seine Eltern brauchen in der Regel professionelle Hilfe.

Nun ist da aber diese Scham. Mobbing ist schambehaftet – und zwar auf beiden Seiten.
Auf der Täterseite noch etwas mehr scheint es mir. Und dort kommt zusätzlich noch Schuld dazu.
Diese Kinder haben mich mehr und mehr beschäftigt. Denn auch sie leiden.
U-Turn: Coaching für Kinder, die mobben
Unser Mobbingangebot war noch nicht komplett.
Wir wollen allen Eltern, Jugendlichen und Kindern, welche mit Mobbingsituationen zu tun haben, Unterstützung anbieten.
Deshalb gibt es das neue „U-Turn“-Coaching.
Wir möchten den Eltern von Kindern, die mobben, den Schritt erleichtern, sich Hilfe zu holen.
Die Verfolger-Kinder – wie wir sie im Coachingbuch nennen – brauchen:
verständnisvolle Unterstützung
einen geschützten Raum
Menschen, die zuhören
Aufmerksamkeit und Struktur
einen neuen Weg
Diese Kinder sind ebenfalls Opfer. Sonst würden sie nicht zu Tätern werden.
Unterstützung für Eltern von Täterkindern
Auch die Eltern brauchen:
eine starke Schulter
Verständnis
einen wertfreien, geschützten Raum
klare Guidelines
Damit sie ihren Sprössling wieder auf den richtigen Weg führen können.
Sogar beim neuen Coachingbuch haben wir darauf geachtet, dass es farblich zu den anderen Coachingbüchern passt und nicht mit einer auffälligen Farbe gekennzeichnet ist.
Nebst den bestehenden blauen und grünen Büchern gibt es nun ein türkisfarbenes – meine Lieblingsfarbe übrigens.
Auch das Farbkonzept soll die Wertfreiheit von Be Nice widerspiegeln.
Mobbing nachhaltig lösen: Alle Seiten betrachten
Es fühlt sich für mich einfach nur wunderbar an, diesen Kreis nun geschlossen zu haben.
Denn echte Mobbingprävention funktioniert nur, wenn wir alle Beteiligten sehen:
betroffene Kinder
Täterkinder
Eltern
Nur so kann Mobbing nachhaltig gestoppt werden.
Unterstützung für Täterkinder – jetzt handeln
Wenn dein Kind andere Kinder verletzt oder du das Gefühl hast, dass sich etwas in eine falsche Richtung entwickelt, dann warte nicht.
Das U-Turn Coaching von Be Nice unterstützt dich und dein Kind dabei, aus dieser Dynamik auszubrechen – wertfrei, klar und nachhaltig.
👉 Hol dir jetzt Hilfe und begleite dein Kind zurück auf einen gesunden Weg.




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