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Die unsichtbaren Folgen von Mobbing im Erwachsenenalter – „Ich wusste nicht, dass ich gemobbt wurde“

  • 7. Mai
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 9. Mai

Viele Erwachsene glauben, sie hätten ihre Schulzeit längst hinter sich gelassen. Die Erinnerungen sind verblasst, das Leben ist weitergegangen und irgendwie hat man gelernt zu funktionieren.

Und trotzdem gibt es Momente, in denen plötzlich starke Gefühle auftauchen. Panik. Kontrollverlust. Übertriebene Angst um das eigene Kind. Innere Unruhe, die man sich selbst nicht erklären kann.


Genau so ging es Andrea.


Erst mit 42 Jahren verstand sie, dass sie als Kind über lange Zeit Mobbing erlebt hatte. Und dass diese Erfahrungen bis heute Auswirkungen auf ihr Leben als Mama hatten.



Wenn die Angst plötzlich das Leben bestimmt


Andrea beschreibt, wie sie zu Hause nervös auf und ab lief, während sie darauf wartete, dass ihr Kind vom Kindergarten nach Hause kam. Sie war innerlich angespannt. Ihr war schlecht vor Sorge. Ihr Kopf raste ununterbrochen.


War ihr Kind traurig? Wurde es geärgert? Hat jemand es ausgeschlossen? Oder vielleicht sogar geschlagen?


Schon kleine Konflikte zwischen Kindern lösten in ihr starke Panik aus.


Damals konnte sie ihre Gefühle nicht einordnen. Heute weiss sie: Diese Angst hatte tiefe Wurzeln.



Viele Erwachsene erkennen Mobbing erst Jahre später


In ihrer eigenen Schulzeit fühlte sich Andrea dauerhaft falsch. Sie schämte sich dafür, keine richtigen Freunde zu haben. Sie fühlte sich ausgegrenzt und allein.


Und trotzdem hätte sie damals niemals gesagt: „Ich wurde gemobbt.“


Genau das passiert vielen Betroffenen.


Weil Mobbing oft schleichend beginnt. Weil gewisse Verhaltensweisen in Schulen verharmlost werden und weil Kinder lernen, solche Situationen als „normal“ abzuspeichern.


Viele Erwachsene tragen die emotionalen Folgen von Mobbing jahrelang mit sich herum, ohne den Zusammenhang zu erkennen.



Unverarbeitete Mobbing-Erfahrungen wirken oft bis ins Erwachsenenalter


Besonders dann, wenn eigene Kinder in den Kindergarten oder in die Schule kommen, werden alte Wunden häufig wieder aktiviert. Das Nervensystem erinnert sich. Manche Eltern reagieren deshalb extrem stark auf Konflikte unter Kindern. Andere geraten sofort in Alarmbereitschaft. Wieder andere fühlen sich permanent überfordert oder machtlos, weil alte Erfahrungen noch immer im Hintergrund wirken.



Der Moment, der alles veränderte


Durch eine Freundin stiess Andrea auf Be Nice und die Ausbildung zum Antimobbingcoach.


Eigentlich wollte sie die Ausbildung machen, um ihrem eigenen Kind besser helfen zu können. Doch während eines Trainingscalls passierte etwas Unerwartetes.


Sie spielte in einer Übung ein Kind aus ihrer eigenen Schulzeit. Nach dem Coaching fragte Laura sie:

„Hast du gerade einfach ein Kind gespielt oder hast du das alles selbst erlebt?“


Und dann kam die Frage, die alles veränderte: „Andrea, ist dir bewusst, dass du als Kind gemobbt wurdest?“


Und plötzlich ergab alles Sinn. Die irrationalen Ängste. Die starken Gefühle. Die Panik um das eigene Kind. Und auch die Erinnerungen kamen zurück.



„Ich dachte, das wäre normal gewesen“


Andrea erinnerte sich daran, wie Mitschüler sie nach der Zeichnungsstunde im Gang abfingen und sie allein in einen Lift einschlossen.


Jahrelang hatte sie geglaubt, das sei einfach Teil ihrer Schulzeit gewesen. Doch heute weiss sie, dass das kein harmloser Kinderkonflikt war.


Das war Mobbing.


Und genau deshalb ist Aufklärung so wichtig.


Denn viele Menschen erkennen erst Jahrzehnte später, was sie tatsächlich erlebt haben.



Wie Heilung möglich wird


Heute ist Andrea zertifizierter Antimobbingcoach.


Sie beschreibt, wie sich ihr gesamtes Mindset verändert hat. Sie ist ruhiger geworden, stabiler und resilienter.


Wenn ihr Kind heute eine Auseinandersetzung erlebt, reagiert sie nicht mehr sofort mit Panik. Sie kann ruhig bleiben. Die Situation einschätzen und ihr Kind bewusst begleiten.


Genau das ist einer der wichtigsten Punkte in der Mobbingprävention:


Kinder brauchen Erwachsene, die Sicherheit ausstrahlen.



Hochsensible Kinder brauchen besonders viel Verständnis


Andrea arbeitet heute vor allem mit hochsensiblen Kindern und Familien. Denn sensible Kinder nehmen Spannungen, Ablehnung und Konflikte oft viel intensiver wahr als andere.


Viele dieser Kinder fühlen sich „anders“ oder glauben, mit ihnen stimme etwas nicht. Dabei liegt ihre Sensibilität oft gleichzeitig in ihrer grössten Stärke.


Wichtig ist, dass sie lernen:


  • sich selbst zu verstehen

  • Grenzen zu setzen

  • selbstbewusst aufzutreten

  • mit schwierigen Situationen umzugehen

  • und sich nicht über die Meinung anderer zu definieren



Mobbing erkennen, bevor Kinder daran zerbrechen


Viele Eltern warten viel zu lange, bevor sie Hilfe holen. Oft aus Unsicherheit und aus Angst, zu übertreiben. Oder auch weil sie hoffen, dass sich alles von allein löst.


Doch gerade bei Mobbing ist frühes Handeln enorm wichtig. Je früher Kinder gestärkt werden, desto grösser ist die Chance, die Dynamik nachhaltig zu verändern.



Unterstützung für Familien bei Mobbing


Wenn dein Kind unter Mobbing leidet oder du spürst, dass sich etwas in die falsche Richtung entwickelt, kann ein professionelles Antimobbingcoaching helfen, Klarheit und Sicherheit zurückzugewinnen.


Das Antimobbingcoaching von Be Nice unterstützt Kinder, Jugendliche und Eltern dabei, aus der Mobbingdynamik auszubrechen und wieder emotional stabil zu werden.



Ausbildung zum Antimobbingcoach


Die Geschichte von Andrea zeigt auch, wie tiefgreifend die Ausbildung zum Antimobbingcoach wirken kann – nicht nur fachlich, auch persönlich.


In der Ausbildung zum Antimobbingcoach bei Be Nice lernst du, Kinder und Familien professionell zu begleiten, Mobbing frühzeitig zu erkennen und gleichzeitig intensiv an deinem eigenen Mindset zu arbeiten.


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Be Nice Spendefonds - So ermöglichen wir jedem Kind Hilfe!

Be Nice - Laura Bolli
IBAN: 
CH54 8080 8006 0974 0564 9
Twint: 079 436 33 07

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