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Woran erkennt man Mobbing?

  • 5. Mai
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 9. Mai

Nicht jeder Streit unter Kindern ist gleich Mobbing. Kinder streiten sich, grenzen sich ab oder sind manchmal auch gemein zueinander. Das gehört bis zu einem gewissen Grad zur Entwicklung dazu.


Doch es gibt Situationen, in denen es nicht mehr um einen einmaligen Konflikt geht. Wenn ein Kind über längere Zeit gezielt angegriffen, ausgegrenzt oder erniedrigt wird, kann es sich um Mobbing handeln.


Viele Eltern spüren zunächst nur, dass „etwas nicht stimmt“. Ihr Kind wirkt verändert, zieht sich zurück oder möchte plötzlich nicht mehr zur Schule gehen.


Um frühzeitig reagieren zu können, ist es wichtig zu wissen, woran man Mobbing erkennen kann.

 


Die drei wichtigsten Merkmale von Mobbing


Wir sprechen von drei zentralen Merkmalen, die Mobbing von einem normalen Konflikt unterscheiden.


1. Wiederholung


Mobbing ist kein einmaliger Vorfall.


Die Angriffe passieren immer wieder – manchmal täglich oder mehrmals pro Woche. Betroffene Kinder erleben häufig Demütigungen, Beschimpfungen oder Ausgrenzungen.


Ein einmaliger Streit auf dem Schulhof ist noch kein Mobbing.


Wenn ein Kind jedoch über einen längeren Zeitraum zur Zielscheibe wird, sollte genauer hingeschaut werden.


Was bedeutet nun „über einen längeren Zeitraum“?


Viele Menschen denken bei Mobbing an Situationen, die sich über Monate hinziehen. Doch so lange sollte es niemals dauern, bis Erwachsene reagieren.


Stelle dir einmal vor, du würdest auf deinem täglichen Arbeitsweg im Bus immer wieder von denselben Personen bedroht, ausgelacht oder beleidigt werden. Nicht nur einmal, sondern immer wieder.


Wie lange würdest du das aushalten?


Schon nach wenigen Tagen oder Wochen würde sich vermutlich etwas in deinem Verhalten verändern. Du würdest vielleicht einen anderen Bus nehmen, dich unwohl fühlen oder morgens mit einem schlechten Gefühl das Haus verlassen.


Noch viel schlimmer ist es für Kinder. Sie sind es gewohnt, beschützt zu werden. Aber plötzlich stehen sie alleine da und meistens gucken Aussenstehende einfach nur zu.


Wenn ein Kind über immer wieder angegriffen oder ausgegrenzt wird, zeigt sich das häufig relativ schnell im Verhalten zu Hause. Manche Kinder ziehen sich zurück, andere werden plötzlich stiller oder reagieren gereizt.


Deshalb: Bei Kindern darf Mobbing nicht über Monate andauern, bis Erwachsene handeln. Wenn Eltern oder Lehrpersonen Veränderungen wahrnehmen und den Verdacht haben, dass ein Kind regelmäßig zur Zielscheibe wird, sollte die Situation frühzeitig ernst genommen und genauer angeschaut werden.


Du bist dir nicht sicher, ob dein Kind von Mobbing betroffen ist?


Unsere Leuchtturmberatung bietet Eltern und Betreuungspersonen einen professionellen Blick von aussen. Gemeinsam klären wir, was hinter den Veränderungen deines Kindes stecken könnte und welche Unterstützung jetzt sinnvoll ist.

 

2. Machtungleichgewicht


Beim Mobbing besteht ein Ungleichgewicht der Kräfte.


Das kann verschiedene Gründe haben:


  • mehrere Kinder gegen ein einzelnes Kind

  • körperliche Überlegenheit

  • soziale Stellung innerhalb der Klasse

  • Beliebtheit oder Einfluss in der Gruppe

  • digitale Macht durch Social Media


Das betroffene Kind kann sich meist nicht aus eigener Kraft wehren.

 

3. Absicht zu verletzen


Mobbing geschieht nicht aus Versehen. Die Angriffe sind gezielt darauf ausgerichtet, ein Kind zu verletzen, zu demütigen oder auszugrenzen. Häufig wird dabei eine Schwäche oder Besonderheit des Kindes immer wieder aufgegriffen.


Typische Beispiele sind:


  • Beleidigungen oder Beschimpfungen

  • Gerüchte verbreiten

  • absichtliches Ignorieren

  • öffentliches Blossstellen

  • gemeine Nachrichten in Chats oder sozialen Medien

 

  

Typische Formen von Mobbing

Mobbing kann auf unterschiedliche Weise stattfinden. Nicht immer sind die Angriffe sofort sichtbar.


Verbales Mobbing


Hierbei wird das Kind mit Worten verletzt.


Beispiele:

  • Beschimpfungen

  • beleidigende Spitznamen

  • Drohungen

  • lächerlich machen vor anderen

 

Soziales Mobbing


Bei dieser Form geht es vor allem um Ausgrenzung.


Das Kind wird zum Beispiel:

  • nicht mehr zu Aktivitäten eingeladen

  • bewusst ignoriert

  • aus Gruppen ausgeschlossen

  • vor anderen schlecht gemacht


Gerade diese Form bleibt für Erwachsene oft lange unsichtbar.

 

Körperliches Mobbing


Hier kommt es zu körperlichen Übergriffen, zum Beispiel:


  • zu nahe kommen

  • ungebührlich anfassen

  • schubsen

  • schlagen (sehr populär sind Nackenklatscher)

  • Sachen wegnehmen oder zerstören

  • absichtlich im Weg stehen

 

Cybermobbing


Mobbing findet heute häufig auch digital statt.


Typische Beispiele sind:

  • beleidigende Nachrichten

  • peinliche Fotos oder Videos verbreiten

  • Fake-Accounts erstellen

  • jemanden in Gruppenchats gezielt angreifen


Der markante Unterschied: Das Mobbing endet nicht mehr nach der Schule, sondern kann rund um die Uhr weitergehen.

 


Ist mein Kind Opfer von Mobbing?


Diese Frage beschäftigt viele Eltern, denn Kinder sprechen oft nicht direkt über Mobbing.


Manche Kinder schämen sich, andere haben Angst, dass alles noch schlimmer wird, wenn sie darüber reden. Deshalb zeigen sich Probleme häufig zunächst indirekt.


Typische Hinweise können sein:


  • das Kind möchte nicht mehr zur Schule gehen

  • häufige Bauch- oder Kopfschmerzen

  • Rückzug von Freunden oder Familie

  • plötzliche Traurigkeit oder Reizbarkeit

  • Schlafprobleme

  • verlorene oder beschädigte Gegenstände


Keines dieser Anzeichen bedeutet automatisch Mobbing. Wenn sich jedoch mehrere Veränderungen gleichzeitig zeigen, kann es sinnvoll sein, genauer hinzuschauen und das Gespräch zu suchen.

 


Warum frühes Erkennen so wichtig ist


Mobbing kann für Kinder und Jugendliche sehr belastend sein. Viele Betroffene fühlen sich über lange Zeit alleingelassen und entwickeln das Gefühl, mit der Situation selbst fertig werden zu müssen.


Je früher Mobbing erkannt wird, desto besser können Kinder unterstützt werden.


Mit der richtigen Begleitung lernen Kinder zum Beispiel:


  • ihre innere Stärke zu entwickeln

  • selbstbewusst aufzutreten

  • sich klar abzugrenzen

  • neue Handlungsmöglichkeiten zu entdecken

  • und unsere Spezialität: sich auch erfolgreich verbal abzugrenzen


Genau hier setzt professionelles Mobbingcoaching an.

 


Unterstützung für betroffene Kinder


Kinder, Jugendliche und Eltern müssen mit Mobbing nicht alleine bleiben. Durch gezielte Unterstützung können Kinder lernen, wieder Sicherheit, Selbstvertrauen und Handlungsspielraum zu entwickeln.


Antimobbingcoaching für Kinder und Jugendliche


Bei Be Nice begleiten speziell ausgebildete Antimobbingcoaches Kinder und Jugendliche dabei, neue Strategien im Umgang mit Mobbing zu entwickeln und ihre innere Stärke aufzubauen.

Deine Coaches


Die Leuchtturmberatung – bietet Orientierung und Hilfestellung


Wenn du unsicher bist, ob dein Kind von Mobbing betroffen ist oder wie du die Situation einschätzen sollst, kannst du dich jederzeit an uns wenden. In unserer Leuchtturmberatung erhalten Eltern und Betreuungspersonen eine fachliche Einschätzung und Orientierung für die nächsten Schritte.


Uprising Mom's – Mindset auf neuem Level


Auch Eltern selbst stehen in solchen Situationen oft unter grossem Druck. Viele Mütter spüren intuitiv, dass etwas nicht stimmt, fühlen sich aber gleichzeitig unsicher, wie sie ihr Kind am besten unterstützen können.


Mit dem Kurs Uprising Mom's – zur Stärkung von Müttern unterstützt Be Nice deshalb gezielt Frauen dabei, ihre eigene innere Stärke zu entwickeln. Denn wenn Eltern stabil und klar sind, wirkt sich das oft auch positiv auf die Situation des Kindes aus.

 

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Be Nice Spendefonds - So ermöglichen wir jedem Kind Hilfe!

Be Nice - Laura Bolli
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