top of page

Resilienz – Was deinem Kind im Alltag wirklich hilft (Teil 3)

  • 8. Jan. 2022
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 28. Apr.


Nachdem wir im zweiten Teil die 7 Säulen der Resilienz angeschaut haben, geht es jetzt um die wichtigste Frage überhaupt:


Wie lernen Kinder das eigentlich?


Nicht in der Theorie.

Nicht durch Vorträge.

Sondern im Alltag.


In Situationen, die wir oft gar nicht als „Lernen“ wahrnehmen – die aber genau dort den Unterschied machen, wenn es später schwierig wird, zum Beispiel bei Mobbing unter Kindern oder anderen belastenden Situationen

Gefühle ernst nehmen

Alle Gefühle sind erlaubt.


Aber nicht alle Handlungen sind in Ordnung.


Wenn du das Gefühl deines Kindes wahrnimmst und benennst, hilfst du ihm, sich selbst besser zu verstehen.


Auch bei älteren Kindern ist das extrem wertvoll.


Dein Kind lernt:


  • Meine Gefühle sind wichtig

  • Ich darf meine Gefühle zeigen

  • Ich darf mich so fühlen, wie mir danach ist

  • Ich darf so sein, wie ich bin


Und genau das ist die Basis für emotionale Stärke bei Kindern.



Zuhören


Hör wirklich hin.

Handy weg.

Fernseher aus.

Alles kurz pausieren.

Schau deinem Kind in die Augen und zeige echtes Interesse.


Dein Kind merkt sofort, ob du wirklich da bist oder du nur so tust.


Dein Kind lernt:


  • Was ich sage, wird gehört

  • Mir wird zugehört

  • Meine Meinung ist wichtig

  • Meine Gedanken sind wichtig

  • Ich fühle mich verstanden

  • Wenn ich ein Problem habe, werde ich hier gehört


Und das ist ein zentraler Schutzfaktor – gerade wenn Kinder mit Themen wie Mobbing konfrontiert sind.

Probleme selbst meistern


Wir kennen es alle.


Das Kind probiert etwas – und wir sind sofort bereit einzugreifen: „Warte, ich mach das!“


Was beim Kind ankommt: „Du kannst das nicht.“


Um Resilienz bei Kindern zu stärken, braucht es genau diese Momente, in denen es eben nicht sofort klappt.


Frust gehört dazu.


Lass dein Kind ausprobieren, scheitern, neu versuchen.


Und wenn es Unterstützung braucht, dann nicht übernehmen, sondern begleiten:


  • „Kann ich dir helfen?“

  • „Soll ich dir einen Trick zeigen, wie es gehen könnte?“

  • „Wollen wir es zusammen probieren?“


Lösungsorientiert denken


Wenn ein Problem auftaucht, gehen wir oft direkt in die Lösung – oder in die Bewertung.


Viel stärker ist es, dein Kind einzubeziehen.


Frage:

  • „Hast du eine Idee, wie wir das lösen können?“

  • Was brauchst du jetzt von mir?“

  • „Weisst du, was ich jetzt von dir brauche, damit wir das lösen können?“


So lernt dein Kind, Verantwortung zu übernehmen – eine wichtige Fähigkeit im Umgang mit dem Lösen von Konflikten.



Selbstständig sein dürfen


Kinder wollen selbstständig sein. Und sie dürfen es auch.


Bindet sie früh in Aufgaben ein, gebt ihnen Verantwortung – auch kleine Dinge zählen.


„Ich weiss, dass du das allein kannst.“

„Ich glaube an dich.“


Diese Erfahrungen sind Gold wert.


Dein Kind lernt: „Ich kann das allein."


Durch Erfahrung entsteht echtes Selbstbewusstsein, ein Gefühl von Stolz auf sich selbst.



Positiv denken – aber richtig


Achte auf deine Gedanken und wie du Dinge formulierst.  


"Jetzt kommen wir sicher zu spät!" 


Dein Kind lernt: "Wir rechnen einfach mal mit dem Schlimmsten." 


Hingegen: "Wenn du dich jetzt beeilst, dann schaffen wir es bestimmt noch pünktlich zu sein!" 


Dein Kind lernt das Beste zu erwarten.


Wenn positive Gedanken vorgelebt werden, dann haben die Kinder es einfacher diese selbst zu übernehmen.


Und genau das ist ein zentraler Bestandteil beim Fördern von Resilienz der Kinder im Alltag.

Und die Schule?


Übrigens, auch Schulen sind oft kein gutes Beispiel, wenn es um Resilienz geht.


Zu wenig stärkenorientiert.

Zu wenig individuell.

Zu wenig Fokus auf das, was Kinder wirklich brauchen.


Unser Antimobbingcoach Alain hat heute in unserer Story etwas sehr Wichtiges gesagt:


Stärken- und interessenbasiertes Lernen.


So müsste Schule sein.

Das würde Resilienz wirklich fördern.



Und was bedeutet das jetzt für dich?


Resilienz entsteht nicht durch grosse Konzepte, sondern durch dich.


Durch dein Verhalten im Alltag.

Durch deine Präsenz.

Durch das Einbeziehen in die Aufgaben des Alltags.

Durch deine Begleitung bei der Lösungsfindung.


Ja, es braucht etwas mehr Zeit und Geduld, aber ich verspreche dir, es lohnt sich!




Kommentare


Be Nice Spendefonds - So ermöglichen wir jedem Kind Hilfe!

Be Nice - Laura Bolli
IBAN: 
CH54 8080 8006 0974 0564 9
Twint: 079 436 33 07

WICHTIG: Betreff: Spende (alle Spender bleiben anonym)

bottom of page